
Fachtag: „Es braucht ein Dorf.“ – Kooperation für Familien mit psychisch kranken Eltern
Wenn Eltern psychisch oder an Sucht erkranken, braucht es tragfähige Netzwerke, klare Kommunikation und das Zusammenwirken unterschiedlicher Hilfesysteme. Genau hier setzt der Fachtag „Es braucht ein Dorf… – Kooperation für Familien mit psychisch kranken Eltern“ an.
Gemeinsam mit Fachkräften aus Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Beratung, Schule und weiteren Arbeitsfeldern möchten wir in den Austausch kommen: Was braucht gelingende Kooperation? Wo entstehen Stolpersteine? Wie können Familien frühzeitig und wirksam unterstützt werden?
Neben einem Markt der Möglichkeiten erwarten Sie praxisnahe Workshops, Fallbesprechungen und Impulse zu Themen wie Datenschutz, Schnittstellenarbeit, grenzüberschreitender Kooperation, Jugendhilfe und Psychiatrie sowie den Grenzen und Chancen interdisziplinärer Zusammenarbeit.
Der Fachtag richtet sich an alle, die beruflich mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und Familien arbeiten und Kooperation nicht nur als Schlagwort, sondern als gemeinsame Aufgabe verstehen.
Ablaufplan
08:30 Uhr: Ankommenscafe
9:15 – 9:25 Uhr: Begrüßung durch die Veranstalter
9:25 – 9:55 Uhr: Willkommensgrüße durch
- Herrn Dr. Tim Grüttemeier, Städteregionsrat StädteRegion Aachen
- Herrn Dr. Michael Ziemons, Oberbürgermeister Stadt Aachen
09:55 – 10:15 Uhr: Kleine Kennenlernübung
10:15 – 11:00 Uhr: Markt der Möglichkeiten
11:00 – 12:30 Uhr: Workshops
Damit die Dörfer aus dem Titel des Fachtags miteinander in Kooperation kommen, bieten wir im Vormittag Workshops in Form von Fallbesprechungen an. Was sich hinter den nebulösen Workshoptiteln verbirgt? Lassen Sie sich überraschen und wählen Sie gerne den Workshop, dessen Titel Sie am ehesten anspricht. Die Fallbesprechungen sollen zunächst – wie im realen Berufsalltag- bewusst etwas chaotisch wirken. Durch das Zusammenwirken unterschiedlicher fachlicher Blickwinkel bringen wir jedoch gemeinsam Licht ins Dunkel.
WS 1: Raus aus der Co-Zwang-Falle
Andrea Valdivia, DKSB Aachen & Johanna Paul, Jugendamt Aachen
WS 2: Hinter dem Lächeln…
Eyleen Blaim, StäpkE, & Kerstin Palenberg, DKSB Aachen
WS 3: Die rassistischen Nachbarn – Oder doch nicht
Atoussa Rohde, Gesundheitsamt Aachen & Matthias Schreiber, Feuervogel
WS 4: Wenn Fokus zur Falle wird
Marie Gurr, Feuervogel & Leonard George, DKSB Aachen
WS 5: Mal so, mal so…
Jörn Keller, StäpkE & Silvia Alles, Jugendamt Aachen
12:30 – 13:30 Uhr: Mittagspause
13:30 – 15:00 Uhr: Workshops
WS 6: Das Handbuch der maximalen Kooperationsvermeidung
(Jörn Keller, StäpkE & Katja Giesen, DKSB Aachen)
WS 7: Grenzüberschreitende Kooperation Deutschland / Belgien
(Alissa Bosch, Fachbereich Jugendhilfe Eupen & Matthias Schreiber, Feuervogel)
WS 8: Trau dich, was zu tun und verstecke dich nicht hinter dem Datenschutz
(Silvia Alles, Jugendamt Aachen & Bernd Reiners, DKSB Aachen)
WS 9: Zwischen Systemlogiken: Jugendhilfe und Psychiatrie gemeinsam denken und Schnittstellen wirksam gestalten
(Yorrik Laschet, Alexianer Aachen & Janina Rehder, Jugendamt Herzogenrath)
WS 10: Wenn Kooperation an Grenzen stößt
(Atoussa Rohde, Gesundheitsamt Aachen)
15:15 – 16:00 Uhr: Zusammenfassung der Workshop-Ergebnisse und ein Ausblick
Weitere Details zum Inhalt der Workshops sowie zur Anmeldung erfahren Sie auf dieser Webseite.
Die Veranstaltung ist für Sie kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.