Feuervogel - Hilfen für Kinder suchtkranker Eltern
Kinder aus suchtbelasteten Familien entdecken ihre Stärken

Ergänzende Informationen

Erfahren Sie auf der Trampolin-Homepage mehr über das Projekt und seine Hintergründe.

Feuervogel

Projektbeschreibung "Trampolin"

Das Deutsche Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) der Katholischen Hochschule (KatHO) NRW und das Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) führen unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Michael Klein und Herrn Prof. Dr. Rainer Thomasius seit 2008 das Projekt "Konzeption und Evaluation eines modularen Präventionskonzeptes für Kinder aus suchtbelasteten Familien - Eine prospektive randomisiert-kontrollierte Multicenter-Studie" durch, welches vom Bundesministerium für Gesundheit finanziell gefördert wird.

Hintergrund des Projektes ist, dass Kinder aus suchtbelasteten Familien eine Hochrisikogruppe für die Entwicklung einer psychischen oder substanzbezogenen Störung darstellen. Die bisher angebotenen selektiven Präventionsmaßnahmen zur Reduzierung der psychischen Belastung der betroffenen Kinder sind zumeist Gruppenangebote, über die kein ausreichend wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis existiert.

Ziel dieser prospektiven Multicenter-Studie ist eine randomisiert-kontrollierte Überprüfung der Wirksamkeit eines modularisierten Präventionsprogramms mit dem Namen "Trampolin" für Kinder aus suchtbelasteten Familien zwischen 8 und 12 Jahren. Der Fokus der Studie bezieht sich auf die direkte präventive Arbeit mit den betroffenen Kindern. Die Projektlaufzeit beträgt insgesamt drei Jahre und besteht aus einer einjährigen Konzeptentwicklungsphase und einer zweijährigen Feldphase mit experimenteller Wirksamkeitsüberprüfung des modularisierten Präventionskonzepts.

Das modulare Präventionskonzept soll die psychische Belastung der Kinder aus suchtbelasteten Familien reduzieren, ihre Handlungs- und Bewältigungskompetenzen stärken und eine dauerhafte Erhöhung der Ressourcen und Resilienzen der Kinder erreichen. Darüber hinaus werden auch begleitende Elternarbeit sowie Vernetzungsaktivitäten der Fachkräfte als Projektelemente berücksichtigt. Alle am Projekt beteiligten Beratungsstellen sollen aktiv an der Konzeption eines überregionalen bundesweiten Präventionsmodells mit ihrem Wissen und den vielfältigen lokalen Erfahrungen mitwirken. Das erarbeitete Manual für das Präventionskonzept wurde im Rahmen einer Netzwerkkonferenz im Juni dieses Jahres den Fachkräften der Praxis und Wissenschaft vorgestellt und diskutiert.

In 24 am Projekt beteiligten Beratungsstellen soll die Wirksamkeit des modularen Gruppenangebots für Kinder aus suchtbelasteten Familien unter verschiedenen Rahmenbedingungen mit standardisierten Messinstrumenten bei den Kindern und ihren Eltern überprüft werden. An Institutionen unterschiedlicher Settings (Einrichtungen der Sucht-, Jugend-, Familien- und Selbsthilfe) in verschiedenen Bundesländern wird die Einsetzbarkeit und Wirksamkeit des modularen Präventionskonzeptes wissenschaftlich erprobt und evaluiert. Die Überprüfung erfolgt anhand der Untersuchung einer Interventionsgruppe, welche die neu entwickelte Präventionsmaßnahme erhält im Vergleich zu Kontrollgruppen, die diese nicht erhalten. Ein Elterntraining ist integriert. Ebenso wird die geschlechts- und altersspezifische Wirksamkeit untersucht. Unterschiedliche Zugangswege werden auf ihre Effizienz getestet.

Da bisherige Gruppenangebote nur wenige Kinder aus suchtbelasteten Familien erreichen konnten, wird im Rahmen der Studie auch überprüft, ob und welche verschiedenen, innovativen Rekrutierungswege zu einer Erhöhung der Anzahl an teilnehmenden Kindern beitragen. Darüber hinaus wird versucht, im Rahmen der Entwicklung und Überprüfung des Gruppenangebots die Bildung von regionalen Netzwerken zu fördern und zu vertiefen, um die Nachhaltigkeit und kontinuierliche Qualitätsstandards des modularen Präventionskonzeptes zu gewährleisten.

Für weitere Informationen zu diesem Projekt können sich Interessierte gerne wenden an: Frau Diana Moesgen, DISuP, Tel.: 0221-7757-173, E-Mail: oder Frau Sylvia Ruths, DZSKJ, Tel.: 040-7410-58403, E-Mail: .



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