Danke an unsere Spender

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Kategorie: Studie

Jahresbericht der Suchthilfe Aachen 2017

veröffentlicht am 18. Juli 2018

Unsere verschiedenen Angebote zur Beratung und Behandlung von Betroffenen und deren Bezugspersonen, die niedrigschwellige Einrichtung Troddwar sowie die Veranstaltungen im Bereich der (betrieblichen) Suchtprävention wurden in 2017 durchgehend stabil nachgefragt. Wir waren in einigen Segmenten in der Lage, unser Angebotsspektrum punktuell zu erweitern.
Ein herzliches Dankeschön richten wir an unsere vielen Freunde und Förderer der Suchthilfe, die uns mit ihren großzügigen Privat- und Firmenspenden sowie mit Benefizaktionen wieder tatkräftig unterstützt haben. Nur so gelingt es uns Jahr um Jahr, vielfältige, den Bedarfen entsprechende und aktuelle Angebote zu entwickeln und aufrechtzuerhalten.

Beratung und Behandlung
1.464 Menschen mit einer Sucht- oder Drogenproblematik sowie 270 Bezugspersonen suchten 2017 mindestens eine der differenzierten Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten der Suchthilfe Aachen auf. In den Beratungsstellen (ohne Feuervogel und der medizinischen Ambulanz) gab es 2248 verschiedene Betreuungsprozesse. (mehr …)

Kategorie(n): Info, Studie

26.06.2018: Weltdrogentag

veröffentlicht am 25. Juni 2018

Anlässlich des Weltdrogentages am 26. Juni 2018 warnen die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in einer gemeinsamen Presseerklärung vor den Risiken des Cannabiskonsums:

„Die neue Studienergebnisse der BZgA zeigen, ist der Konsum von Cannabis bei 12- bis 25-Jährigen in Deutschland in den vergangenen Jahren angestiegen. So gaben 16,8 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben. Im Jahr 2008 waren es noch 11,6 Prozent. Besonders deutlich ist der Anstieg bei jungen Männern in dieser Altersgruppe. Aktuell gibt etwa jeder Vierte (22,9 Prozent) an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis zu sich genommen zu haben (2008: 14,8 Prozent). (mehr …)

Kategorie(n): Info, Studie

Digitale Medien verursachen Entwicklungsstörungen

veröffentlicht am 30. Mai 2017

Erste Ergebnisse der vom Bundesministerium und dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Auftrag gegebene Studie („BLIKK-Studie“) zur Smartphone- und Tablet-Nutzung von Kindern und Jugendlichen wurde am 29. Mai veröffentlicht.  Bei über 3000 Früherkennungsuntersuchungen wurden die Eltern nach dem Medienverhalten ihrer Kinder befragt. Die Ergebnisse haben wir Ihnen hier zusammen gestellt:

  • Verbreitung: 70 Prozent der Kinder im Kita-Alter nutzen das Smartphone ihrer Eltern mehr als eine halbe Stunde täglich. 90 Prozent der Kinder nutzen digitale Medien unkontrolliert, also ohne Begleitung von Erwachsenen.
  • Kinder im Alter zwischen einem Monat und einem Jahr: Die Ärzte stellten in der Studie fest, dass Babys Fütter- und Einschlafstörungen erleiden können, wenn die Mutter parallel zum Stillen digitale Medien nutzt. Zudem können Bindungsstörungen zwischen Kind und Mutter entstehen. 
  • Kinder im Alter zwischen zwei und fünf Jahren: Knapp 70 Prozent der Kinder in dieser Altersgruppe können sich nur weniger als zwei Stunden selbständig ohne Smartphone oder Tablet beschäftigen. Wenn das Kind zu oft vor dem Smartphone oder Tablet sitzt, kann es Konzentrationsstörungen erleiden, bei täglicher Nutzung können Sprachentwicklungsstörungen auftreten. Motorische Hyperaktivität kann auch eine Folge übermäßigen digitalen Konsums sein. So stellten die Ärzte fest, dass motorische Hyperaktivität bei Zwei- bis Fünfjährigen mit einer Smartphone-Nutzung von mehr als einer halben Stunde pro Tag 3,5 mal häufiger auftritt als bei Kindern, die weniger oder gar keine Zeit vor dem Smartphone verbringen. Sie folgern daraus, dass sich der unkontrollierte Medienkonsum in Unruhe und Ablenkbarkeit äußern kann. 
  • Kinder im Alter zwischen acht und 13 Jahren: In dieser Altersgruppe haben die Ärzte festgestellt, dass das Risiko, an einer Konzentrationsstörung zu erleiden sechs Mal höher ist, wenn das Kind täglich digitale Medien nutzt. Besonders stark wirkt sich demnach eine Nutzungszeit von mehr als 60 Minuten aus. In dieser Altersgruppe kommt ein weiteres Gesundheitsrisiko hinzu: Die Kinder essen, wenn sie vor dem Bildschirm sitzen überdurchschnittlich häufig Süßigkeiten, was zur Folge hat, dass Kinder mit einer übermäßigen Mediennutzung überdurchschnittlich häufig auch übergewichtig sind.

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Kategorie(n): Info, Studie

Hoher Alkoholkonsum im Alter verbreitet

veröffentlicht am 24. Mai 2017

Auch wenn die Zahlen beim Alkoholkonsum junger Menschen zurück geht, so denkt man bei einem hohen Alkoholkonsum vermutlich eher an diese Altersklasse. Doch wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in ihrer Presseinformation vom 28. April 2017 mitteilt, ist der problematischer Umgang mit Alkohol ist in Deutschland auch im höheren Erwachsenenalter verbreitet: Schätzungen gehen davon aus, dass 15 Prozent der über 60-Jährigen riskant Alkohol trinken und damit ihre Gesundheit auf vielfache Weise gefährden. Insgesamt rund 14.000 Menschen im Alter ab 60 Jahren mussten im Jahr 2015 aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden. Vor dem Hintergrund dieser Zahlen hat die BZgA im Internetportal der Alkoholpräventionskampagne www.kenn-dein-limit.de die neue Rubrik „Für Ältere“ erstellt. Hier können sich Interessierte sich über verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol im Alter informieren. (mehr …)

Kategorie(n): Kommentar, Studie

Mehr junge Abstinenzler

veröffentlicht am 18. Mai 2017

Laut einer neuen Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) trinken Jugendliche wieder weniger und maßvoller als früher. So greift „nur“ noch jeder zehnte befragte Jugendlicher zwischen 12 und 17 Jahren einmal in der Woche zu alkoholischen Getränken. Im Vergleich: 2004 waren es noch mehr als doppelt so viele (21,2 %). Auch bei den Älteren ist der regelmäßige Konsum rückläufig. Rund 31 Prozent von den 18-25-Jährigen trinken regelmäßig (2004: 44 Prozent). Erfreulich ist, dass mehr als ein Drittel der befragten 12-17-Jährigen (36,5 Prozent) noch nie Bier, Wein oder Schnaps probiert haben. Das ist der höchste Anteil von Abstinenzler seit Beginn der Erhebung im Jahr 2001.

13,5 Prozent der Jugendlichen, also fast jeder siebte, gab an, sich im Monat vor der Befragung einmal im Monat in einen Rausch getrunken zu haben. 2004 hatte noch fast ein Viertel der jungen Leute (22,6Prozent) Erfahrungen mit dem sogenannten „Komasaufen“. Das Einstiegsalter für den ersten Alkoholkonsum hat sich auf 15 Jahre erhöht.