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Rauchfrei das neue Jahr beginnen – BZgA unterstützt auf dem Weg zum Rauchstopp

veröffentlicht am 28. Dezember 2017

Der Jahreswechsel ist für viele Raucher Anlass, ihren Tabakkonsum zu beenden. Denn wer rauchfrei ins neue Jahr starten will, gewinnt an Fitness, Wohlbefinden und Gesundheit. Die BZgA unterstützt dabei ausstiegswillige Raucher mit umfangreichen qualitätsgesicherten Angeboten. Beispielsweise nutzen mehr als 5.000 Aufhörwillige jeden Monat die persönliche telefonische Beratung der BZgA zur Rauchentwöhnung unter der kostenfreien Rufnummer 0800 8 31 31 31. Geschulte Berater nehmen sich Zeit für Gespräche, motivieren und unterstützen Aufhörwillige ganz individuell  beim Rauchstopp. Unter anderem sind im Beratungsgespräch die Beweggründe für den Rauchausstieg Thema. Aber auch bei möglichen Ängsten, die mit einem Rauchstopp einhergehen können, helfen speziell geschulte Berater. Sie erläutern außerdem individuelle Etappen auf dem Weg in ein rauchfreies Leben sowie persönliche Belohnungsstrategien für rauchfreie Tage. Darüber hinaus geben sie Tipps, wie sich Rückfällen vorbeugen lässt und wie Aufhörwillige damit umgehen können, falls es doch dazu kommt. Außerdem beantworten sie allgemeine Fragen rund um die Risiken des Tabakkonsums und die Vorteile des Nichtrauchens. Bei Bedarf werden Aufhörwillige auch auf weiterführende Unterstützungsangebote vor Ort hingewiesen.

Kategorie(n): Info

Veranstaltungshinweis: Gender und Sucht

veröffentlicht am 19. Dezember 2017

Das neue Jahr startet mit einer Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Männersüchte – Frauensüchte: Was ist anders?! Ursachen, Verläufe und Auswirkungen von Suchterkrankungen“. Gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen (Arbeitsgruppe Gender Medizin) und der Sozialberatung der RWTH veranstaltet die Suchthilfe Aachen drei Abende mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Reservieren Sie sich schon jetzt – Ihr Interesse vorausgesetzt – die Termine:

MI, 17.01.2018, 18h, Seminarraum UKA
„Sich in Sicherheit verlieren – Spielsucht und krankhafter Internetgebrauch“
Spielsucht ist zwar auf den ersten Blick überwiegend bei Männern festzustellen, sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese stoffungebundenen, suchtnahen Störungen durchaus auch bei Frauen vorkommen. Obwohl es sich dann um die gleiche seelische Krankheit handelt, ist diese in ihrer Art und Ausprägung von der männlichen Variante teilweise deutlich verschieden. Der Beitrag schildert die Unterschiede unter Berücksichtigung frauenspezifischer Aspekte auch hinsichtlich des sich daraus ableitenden therapeutischen Vorgehens.
Referentin: Dr. med. Monika Vogelgesang, Chefärztin MEDIAN Klinik Münchwies, Neuenkirchen Aachen
Weitere Referierende: Matthias Soppe, Suchthilfe Aachen und Jörg Seigies, Betriebliche Sozialberatung RWTH Aachen mit anschließender Podiumsdiskussion
Moderation: Yvonne Michel, Suchthilfe Aachen

Kategorie(n): Info, Termine

Presseinfo: Aktion Wunschbaum

veröffentlicht am 18. Dezember 2017

Luisenhospital und Suchthilfe Aachen setzen sich gemeinsam für Kinder suchterkrankter Eltern ein.

Bunt geschmückt, mit vielen Wünschen von Kindern suchterkrankter Eltern – so stand der Weihnachtsbaum seit Wochen in der Eingangshalle des Luisenhospitals. Jetzt türmen sich an die 160 liebevoll eingepackte Päckchen darunter. Viele Besucher und Mitarbeiter des Hauses haben sich auf den Weg gemacht, um die Wünsche der Kinder zu erfüllen.

Bereits zum vierten Mal unterstützt das Luisenhospital mit der Aktion Wunschbaum das Projekt Feuervogel – Hilfen für Kinder suchtkranker Eltern, welches von der Suchthilfe Aachen ins Leben gerufen worden ist. „Ich finde gut, dass wir damit die benachteiligten Kinder in der unmittelbaren Umgebung unterstützen können“, freut sich Werner Reiche, Vorstandsvorsitzende des Luisenhospitals über das Engagement.

Wenn Fluchterfahrung anfällig für Alkoholmissbrauch macht

veröffentlicht am 12. Dezember 2017

In den Jahren 2015 und 2016 wurden in Deutschland etwa 1,1 Millionen Asylanträge gestellt. Für viele Schutzsuchende ist der alltägliche und offene Umgang mit Alkohol hierzulande ungewohnt. Kommen traumatische Flucht- oder Kriegserfahrungen, die Trennung von der Familie und Sprachbarrieren in einer fremden Umgebung hinzu, droht gerade bei jüngeren Flüchtlingen das Risiko eines Substanzmissbrauchs. Vor welchen Herausforderungen steht die Alkoholprävention damit? Dieser Frage widmet sich die aktuelle Ausgabe des Newsletters ALKOHOLSPIEGEL der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

„Vor allem für viele jüngere Flüchtlinge ist es neu, dass sie hierzulande ab einem gesetzlich festgelegten Alter alkoholische Getränke kaufen und öffentlich konsumieren dürfen“, erläutert Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Den Umgang mit Alkohol haben sie in der Regel in ihren Heimatländern nicht erlernen können – gleichzeitig ist die Neugier, ihn auszuprobieren, bei vielen groß. Daher ist es wichtig, sie auf die Risiken des Alkoholkonsums aufmerksam zu machen. Hierzu sind kultursensible Angebote erforderlich, wie fremdsprachliche Informationsmaterialien, die über einen verantwortlichen Umgang mit Alkohol aufklären.“ So hat die BZgA zusammen mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) eine neue Broschüre auf Arabisch und Englisch erstellt. Auch die BZgA-Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“, die sich an junge Menschen im Alter von 16 bis 20 Jahren richtet, hat ihr Online-Angebot um englischsprachige Informationen erweitert.

Kategorie(n): Info

10. Herbstfortbildung: Migration – Trauma – Sucht

veröffentlicht am 29. November 2017

Unter den Flüchtlingen, die in den zurückliegenden Jahren Deutschland erreicht haben, findet sich eine nennenswerte Gruppe von Menschen mit 

  • riskantem,
  • schädlichem oder
  • abhängigem Konsummuster von psychoaktiven Substanzen.

Dies betrifft nach unserer Beobachtung sämtliche gebräuchliche legale wie illegale Substanzen. Die Gründe hierfür sind sehr verschieden: So neigen einige Flüchtlinge vielleicht zu einem problematischen Gebrauch von Alkohol, weil sie aus kulturellen und/oder religiösen Gründen den Um-gang mit dieser Substanz nicht gelernt haben und mit dem leichten Zugang zum Alkohol nicht umgehen können. Gerade Flüchtlinge aus Vorder- und Mittelasien, stammen vielfach aus Herkunftsländern, in denen der Opioidgebrauch kulturell akzeptiert oder toleriert ist. So erhalten in Afghanistan die Menschen nicht selten bereits im Säuglings- oder Kleinkindalter mit Opium gegen Durchfall und Husten. Auch im Iran wird traditionell bei Schmerzen oder als Einschlafhilfe Opium konsumiert. Andere haben den Konsum von Amphetaminen und anderen Stimulanzien als aufputschende Kriegsdrogen in regulären oder irregulären militärischen Verbänden kennengelernt.
Aus den großen deutschen Städten und Ballungsregionen – wie Köln, Frankfurt, Hamburg und Berlin – erkennt man schon jetzt eine Zunahme von Anfragen zur Beratung und Behandlung von Flüchtlingen mit Substanzstörungen unterschiedlicher Art und Ausprägung. Exakte Zahlen liegen jedoch noch nicht vor. Diese Städte sind uns meist etwas voraus, sodass sich hieraus aber vielleicht schon jetzt die für uns zu erwartenden Herausforderungen ableiten lassen. Diesen wollten wir uns mit der diesjährigen Herbstfortbildung unter dem „Sicherheit finden: Migration – Trauma – Sucht; Eine Herausforderung (nicht nur) für die Suchthilfe“ widmen.

In diesem Blogbeitrag stellen wir Ihnen alle Vorträge, die Tagungsmappe, weitere Informationen sowie Bilder zur Veranstaltung zur Verfügung.