Jugendberatung
Was sagen andere Eltern, die die Jugendberatung aufsuchen?
Als wir hierher kamen, waren wir sehr verzweifelt. Unser früher so netter Sohn hatte sich in den letzten zwei Jahren immer mehr zum Schlechteren verändert. Die Schule war ihm egal, er hatte ältere Freunde, die nur rumhängen. Schließlich erfuhren wir, dass er Drogen nahm. Wir bemerkten, dass uns und unseren Töchtern öfters 50,- oder 100,- € im Geldbeutel fehlten. Wir waren so weit, dass wir zu Hause das Geld versteckten. Reden brachte überhaupt nichts.
In der Beratung haben wir gelernt, dass unser Sohn mit der Zeit in der Familie zu viel Macht bekam. Wir mussten lernen - obwohl uns das gerade am Anfang sehr schwer fiel - auch mit harten Konsequenzen, besonders auf das Geldklauen, zu reagieren. Wir sind jetzt sehr froh, dass sich in so kurzer Zeit der Beratung eine völlige positive Veränderung bei unserem Sohn eingestellt hat.
(Eltern eines 17-jährigen Cannabis-Konsumenten)
Unser Sohn hing immer öfter vor dem PC.
Sieben bis acht Stunden lang. Sein Zimmer sah aus wie eine Müllhalde und wenn wir mit ihm reden wollten, reagierte er sehr aggressiv. Er vergaß das Essen. Alles andere als der PC war ihm nur lästig. Wollten wir die Zeiten einschränken, ging er nachts heimlich an den PC. Morgens war er dann müde. Außer den Computer hatte er sonst keine Hobbys mehr und ging nach der Schule kaum aus dem Haus. Er lebte wie ein Einsiedler neben uns her.
Durch die Beratung haben wir eine Erklärung des Verhaltens, Tipps und eine gute Begleitung während der schweren Phase bekommen. Das war als wir uns entschlossen, unserem Sohn den Internet- Anschluss auf unbestimmte Zeit wegzunehmen. Zuerst reagierte er sehr aggressiv, machte Sachen kaputt. Dann lag er nur noch im Bett und wollte uns mit diesem Verhalten verzweifelt dazu zwingen, wieder World of Warcraft (WoW) spielen zu können. Er drohte sogar, sich umzubringen. Durch die Beratung hielten wir unsere Konsequenz durch. Jetzt, nach Wochen, scheint unser Sohn langsam aus seiner anderen Welt aufzutauchen, interessiert sich wieder für die Familie und fängt langsam an, was für die Schule zu tun und sich wieder mit Freunden zu verabreden.
(Eltern eines 15 jährigen WoW-Spielers)
