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Björn Jansen besucht die Suchthilfe Aachen – Begeistert von der Arbeit!

Besuch_Björn_JansenAm Freitag, den 14.03.2014 begleitete Björn Jansen, derzeit Bürgermeister der Stadt Aachen und Kandidat für das Oberbürgermeisteramt, zwei Streetworker bei der Arbeit. Der Tag begann mit einem Einführungsgespräch mit dem Sozialarbeiter Mark Krznaric und dem Team, weiter ging es mit einem Rundgang durch die Aachener Innenstadt mit Marie Gurr und David Berchtenbreiter.
„Mir ist es wichtig, mir überall vor Ort ein Bild von der Arbeit der Menschen und den Problemen der Stadt zu machen. An einem Tag wie heute erfahre ich so viel, wie es vom Schreibtisch aus nie möglich wäre. Die Arbeit der Streetworker hier in Aachen ist bewundernswert. Auch im Kontakt-Café Relax ist so viel Herzlichkeit und Nächstenliebe spürbar, dass ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus komme.“
Das Kontakt-Café, so steht es auf der Internetseite der Suchthilfe, „bietet Abhängigen harter illegaler Drogen aus Stadt und Kreis Aachen die Möglichkeit, Pause von der Szene zu machen.“ Hier gibt es warme Speisen und Getränke, es kann Wäsche gewaschen werden, es gibt auch Duschen und ein großes Repertoire an Büchern und Zeitschriften. Außerdem können die Klienten, wie sie in der Suchthilfe genannt werden, Spritzen einsammeln und gegen frische tauschen. Kondome sind gratis erhältlich und auch die medizinische Versorgung kommt dank der Medizinischen Ambulanz mit Cornelia Dellmann und Michaela Hamacher nicht zu kurz.
Bei dem Stadtrundgang mit den beiden Streetworkern führt Björn Jansen Gespräche mit den Drogenabhängigen auf der Straße. Von den Streetworkern erfährt er auch, dass die Klienten etwas für das Allgemeinwohl tun möchten: „Sie haben mir erzählt, dass diejenigen, die das Angebot der Suchthilfe in Anspruch nehmen, am Kaiserplatz Blumen pflanzen und den Kirchenvorplatz sauber halten. Es ist einfach ein großer Zusammenhalt spürbar und der Wunsch, etwas für Aachen zu tun. Das finde ich klasse.“, so Björn Jansen.

Auch Meinungen und Erfahrungen der Streetworker zu verschiedenen Themen interessieren ihn, „da diese vieles einfach besser einschätzen können als jemand, der alles nur in der Theorie sieht.“ So erfährt er, dass die Sozialarbeiter kritisch zum Thema „Trinkerstube“ stehen. „Wir möchten nicht, dass die Alkoholabhängigen zum Trinken weggesperrt werden. Sie sollen auch weiterhin Teil der Gesellschaft bleiben. Wir möchten die Sucht nicht unterstützen. Von einer Trinkerstube werden außerdem die Falschen angezogen. Das ist nicht das, was wir erreichen wollen.“, erklären Marie Gurr und David Berchtenbreiter.

Die Streetworker betreuen Drogenabhängige auf der Straße, die von anderen Hilfsangeboten nicht erreicht werden. Das Ziel ist es, einen regelmäßigen Kontakt, eine Beziehung, aufzubauen, um dann weiter unterstützend eingreifen zu können, bis der oder die Betroffene sein oder ihr Leben wieder selbstständig in die Hand nehmen kann und weitergehende Hilfe annimmt. Schlüsselwörter sind hier Aktivierung des Selbsthilfepotentials und Orientierungshilfen für die Alltagsbewältigung.
„Ich werde auf jeden Fall öfter mal vorbeischauen, auch wenn ich mal den Rat eines Sozialarbeiters brauche. Und natürlich wegen des leckeren Kartoffelsalats, den es heute zum Abschluss unseres Treffens gab…“

Text- und Bildquelle: Pressemitteilung Stadt Aachen

veröffentlicht am 24. März 2014

Autor: Yvonne Michel

Kategorie(n): Info

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