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Fortbildung Move vom 06.-08.06.2011

„Betrunken sein gehört zu einer guten Party einfach dazu!“ oder „Kiffen ist nicht schlimm. Das machen doch alle!“ Das sind zwei typische Sätze von Jugendlichen, die Erwachsene häufig hören. Dies zeigt zum einen, dass Jugendliche mit Suchtmitteln experimentieren. Zum anderen wird aber auch deutlich, dass sich junge Menschen sich in der Regel nicht als suchtgefährdet sehen – zumindest solange keine schwerwiegenden Folgeprobleme z.B. im Bereich der Gesundheit oder in der Schule auftreten. Freiwillig nutzen sie dann auch kaum die bestehenden Beratungsangebote, wie z.B. die der Suchthilfe Aachen. Wie aber können Lehrer, Schulsozialarbeiter oder Mitarbeiter der Jugendhilfe angemessen auf solche Sätze der Jugendlichen reagieren? Welche Gespräche motivieren die Schützlinge eher, ihr Verhalten zu überdenken und eventuell zu verändern? An dieser Stelle setzt die Fortbildung „Move – motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen“ der Suchthilfe Aachen an. Diese findet statt vom 06.-08.06.2011 in den Räumlichkeiten der Suchtberatung, Hermannstr. 14, Aachen.

Neue Ansätze im Umgang mit Drogen konsumierenden Jugendlichen
Interessierten ehrenamtlichen und professionellen Mitarbeitern aus den Bereichen Schule, Jugendarbeit/-hilfe, Beratung etc. werden hier neue Möglichkeiten im Kontakt mit konsumierenden Jugendlichen vorgestellt. Ein zentrales Stichwort in der Beratung von konsumierenden Jugendlichen ist dabei die Motivation. Diese gilt es im Gespräch mit dem Jugendlichen entsprechend seiner Phase zu entwickeln und voranzutreiben. Für jede Phase gibt es brauchbare Handlungsstrategien und Gesprächstechniken, die in der Fortbildung theoretisch vermittelt und in Rollenspielen ausprobiert werden. Typische „Tür-und-Angel-Gespräche“ auf dem Schulhof, am Billardtisch der Freizeit- oder beim Spülen in der Jugendhilfeeinrichtung bieten eine neue Chance im Kontakt. Neben den Gesprächstechniken werden auch rechtliche Fragen im Umgang mit illegalen Drogen beantwortet, Hintergründe zur Suchtentstehung erläutert und von neuen Trends auf dem Drogenmarkt berichtet.

Und wie kommt Move an?
Move wird bereits zum fünften Mal in Aachen angeboten. „Die dreitägige Fortbildung hat mich bestärkt, den Blick im Kontakt zu den Jugendlichen zu schärfen. Es hat mich ermutigt, auch bei Widerständen der Jugendlichen immer wieder einen Einstieg zu finden,“ meint Elke Richter, Schulsozialarbeiterin an einer Aachener Förderschule. Der Kollege Oliver Pohl, Schulsozialarbeiter der Abendrealschule ergänzt: „ Ich habe gelernt, wie ich auch bei wenig Zeit wertvolle Impulse setzen kann. Die Kombination aus Theorie und zahlreichen praktischen Übungen in Kleingruppen fand ich sehr hilfreich. Ich kann die Fortbildung nur empfehlen.“

 

Anmeldung: bis zum 27. Mai möglich; Der Teilnahmebeitrag – einschließlich Begleitmaterialien und Verpflegung – beträgt 120,- Euro. Am Ende der Fortbildung wird jedem Teilnehmer ein im deutschsprachigen Raum anerkann-tes Zertifikat ausgehändigt.

Kontakt: Suchthilfe Aachen, Fachstelle für Suchtprävention, Yvonne Michel, Hermannstr. 14, 52062 Aachen, Tel.: 0241/41356130, michel {at} suchthilfe-aachen(.)de, www.suchthilfe-aachen.de

veröffentlicht am 12. Mai 2011

Autor: Yvonne Michel

Kategorie(n): Info, Termine

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